Für mehr Sicherheit

Durchschnittlich alle 4 Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Größte Schwachstelle bei Wohnungen ist die Wohnungseingangstür. Entgegen weitläufiger Meinung finden 80% der Einbrüche tagsüber statt, wenn die Bewohner außer Haus sind (bevorzugt zwischen 10 und 13 Uhr). Mehrfamilienhäuser sind besonders betroffen.

Obwohl rund 75% aller Einbrüche auf Mehrfamilienhäuser zielen, wird der Sicherung der Wohnungseingangstür mit Haustürbeschlägen bislang zu wenig Beachtung geschenkt. Einbrecher stehen unter hohem Zeitdruck d.h., dass bereits 5 Minuten Widerstandszeit die Versuche scheitern lässt. Darüber hinaus sind 80% der Täter nur Gelegenheitstäter. Sie gehen kein hohes Entdeckungsrisiko ein und wählen Objekte mit ungesicherten Schwachstellen aus. Das Aufstemmen des Schildes eines Haustürbeschlags oder das Ziehen herausragender Zylinder kann mit einem Schutzbeschlag effektiv abgewehrt werden.

Was ist der beste Einbruchschutz?

Wer sich und sein Hab und Gut vor Einbrechern schützen möchte, steht vor einer schwierigen Wahl: Welche Maßnahmen sind sinnvoll und wie viel Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden? Eines vorweg: Grundsätzlich geht es in punkto Einbruchschutz immer um sogenannte einbruchhemmende Maßnahmen. Sie dienen dazu, die Widerstandszeit zu verlängern, also die Zeit, die das Material standhält, bis der Einbrecher es in den Raum geschafft hat. Dadurch steigt das Entdeckungsrisiko erheblich und Kriminelle werden wirksam abgeschreckt. Da Diebe in der Regel über schlecht gesicherte Fenster und Türen in den Wohnraum gelangen, ist es sinnvoll, diese mit Schutzbeschlägen so auszustatten, dass der Einstieg entscheidend erschwert wird. Dabei macht ein Rundum-Konzept von Haustürbeschlag über Schutz der Fenster Sinn, denn jede Schwachstelle ist eine Einladung, die vom Einbrecher genutzt werden kann.

Effektiver Einbruchschutz für Ihr Zuhause!

Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt in Deutschland weiter an. Dabei könnten durch den richtigen Einbruchschutz die meisten Versuche vereitelt werden. Gerade dem Schutz von Wohnungseingangstüren wird zu wenig Beachtung geschenkt.

Darauf sollten Sie bei Ihrer Wohnungseingangstüre achten:

 

1. Unsichtbare Verschraubung


2. Spezial gehärtete Stahlplatte
Bietet Widerstand gegen Aufbohren, Abschlagen und Aufbiegen


3. Zylinderabdeckung aus gehärtetem Stahl
Verhindert Herausziehen des Profilzylinders

In welche Häuser und Wohnungen wird am meisten eingebrochen?

Alleinstehende Einfamilienhäuser machen mit knapp 30 % einen kleineren Anteil aus. Besonders gefährdet sind dagegen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (67%), vor allem die im Erdgeschoss. Hier ist es besonders wichtig, Fenster und Türen einbruchhemmend auszustatten. Warum Mehrfamilienhäuser bevorzugt werden kann nur vermutet werden: Je mehr Wohnungen, desto anonymer ist das Verhältnis der Mieter zueinander und so lässt es sich als Dieb leichter vorgehen. Daher bilden kommunikationsintensive Zweifamilienhäuser mit 5,8 Prozent das Schlusslicht in dieser Statistik. Langfinger würden hier schnell auffallen. Übrigens sind statistisch betrachtet die oberen Geschosse in Mehrfamilienhäusern besonders beliebte Einbruchziele. Kriminelle können sich als Vertreter oder Service-Leister tarnen und so Zugang zum Treppenhaus verschaffen. In den oberen Stockwerken kommen kaum noch Nachbarn vorbei. Es lässt sich ungestört zu Werke gehen.

Was kann man tun, um einen Einbruch zu vermeiden?

Fenster und Türen einbruchhemmend auszustatten, ist ratsam, aber auch das Überdenken der täglichen Gewohnheiten dient der Prävention: Lassen Sie auch in heißen Sommernächten Fenster und Terrassentüren nicht offen stehen und schließen Sie nachts grundsätzlich alle Rollläden. Fenster sollten sich nicht unbeaufsichtigt in Kippstellung befinden und Türen beim Verlassen der Wohnung nicht nur zugezogen, sondern auch abgeschlossen werden. Das ist schon aus Versicherungsgründen ratsam, denn ein Einbruch gilt erst dann als nachgewiesen, wenn Spuren gewaltsamen Eindringens sichtbar sind. Ist dies nicht der Fall, kann vermutet werden, dass sich die Bewohner fahrlässig verhalten haben. Die Versicherung muss dann nicht für die Schäden aufkommen. Ebenerdige Terrassen- und Balkontüren bilden eine große Schwachstelle. Aber auch Balkone, die beispielsweise über ein angrenzendes Garagendach erreichbar sind, werden von Dieben gern genutzt.

Widerstandsklassen von Schutzbeschlägen

Zur Einordnung werden Schutzbeschläge in Widerstandsklassen eingeordnet, welche Aussage über die Stärke des Einbruchsschutzes geben. Je nach Schutzbedürfnis ist es möglich sich für Beschläge einer bestimmten Klasse (ES0/ES1) zu entscheiden. 

Das überarbeitete Sortiment an Schutzbeschlägen wurde von GRIFFWERK mit einer Verkaufsunterstützung für Fachhandel und Handwerk ausgestattet. Auch für Verkaufsausstellungen und mobile Beratung hält GRIFFWERK Lösungen parat.

Widerstandsklasse ES0

Bauteile der Widerstandsklasse weisen einen Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt (vorwiegend Vandalismus) wie Gegentreten, Gegenspringen, Schulterwurf, Hochschieben und Herausreißen auf.

✓ Geeignet für Nebentüren wie z.B. Garagentüren

Widerstandsklasse ES1

Der Gelegenheitstäter versucht, zusätzlich mit einfachen Werkzeugen, wie Schraubendreher, Zange und Keil, das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen.

✓ Geeignet für Wohnungseingangstüren, Haustüren

Welche Schutzklasse wird für private Wohnungen empfohlen?

Ein Schutzklasse bezieht sich immer auf die Widerstandsdauer des Materials gegen einen Einbruchversuch. Für private Wohnungen bei normalem bis erhöhtem Risiko wird der Schutz durch Türen und Fenster der Klassen RC 1 - 3 für ausreichend gehalten. RC 3 entspricht im Wesentlichen der WK 3. Ab den höheren Klassen können auch erfahrene Täter abgewehrt werden, die mit schweren Werkzeugen wie einer Schlagaxt oder einer Bohrmaschine den Fenstern oder Türen zu Leibe rücken. Gelegenheitstäter nutzen jedoch eher einfache Werkzeuge, die sich unauffällig verstecken lassen wie Schraubendreher, Zangen oder Keile.


Renovierungs-Tipp für Mietwohnungen

Ein Sicherheits-Upgrade in Mietwohnungen muss, wie alle Änderungen, die die Bausubstanz betreffen, mit dem Vermieter abgesprochen werden. Sinnvoll ist eine schriftliche Genehmigung, die auch die Rückbauverpflichtung bei Auszug ausschließt. Idealerweise lassen sich Änderungswünsche schon vor Abschluss des Mietvertrages klären.

Versicherungssache

Türen niemals einfach nur zuziehen. Sie gelten rechtlich unter Umständen als nicht verschlossen. Um im Schadensfalle vom Versicherungsschutz zu profitieren, lohnen sich Rückfragen bei Ihrer Versicherung. Klären Sie bei dieser Gelegenheit, ob die Widerstandklasse der Schutzbeschläge ausreichend ist.


Digitaler Türspion

Die GRIFFWERK Doorcam ist die ideale Ergänzung zu Ihrem Sicherheitsbeschlag. Sie kann einfach und schnell in bestehende Spionlochbohrungen montiert werden. Das Beste dabei: Eine Erkennung der Spionnutzung von außen gibt es bei der Doorcam nicht. Für die Energieversorgung sorgen handelsübliche Batterien. Das Sichtfeld des Türspions beträgt ca 160°.

Ihre Vorteile

  • Bildqualität: Sensor 2,0 Megapixel, 4,0“TFT-HD-Monitor
  • Einfache Bedienung: problemlose Oberfläche und Bedienung
  • Energiesparend: Der digitale Türspion schaltet sich nach 15 Sekunden automatisch aus
  • Einfache Montage: Plug-and-Play-Betrieb
  • Privatsphäre: Von außen kann nicht durch den Spion geschaut werden
  • Besondere Produktmerkmale: Aufnahmefunktion mit internem Speicher und 160° Blickwinkel

Alle Türen in einer Optik ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen?

Stellen Sie sich Ihre Schutzbeschläge selbst zusammen.

Kombischutzbeschläge lassen sich mit Rosettengarnituren kombinieren. So ist der Schutz der Wohnungstür nach außen garantiert und nach innen genießen Sie die einheitliche Optik auf allen Türen. Wählen Sie aus dem umfangreichen Sortiment an unterschiedlichen Designs. In der Regel erhalten Sie den gleichen Griff auch für Glasschlosskästen und für Fenster.

Baukasten für Schutzbeschläge

Bestehend aus 3 Teilen

1

Kombi-Schutzbeschlag

In weiteren Ausführungen, mit Profilzylinder oder Zylinderabdeckung erhältlich.

2

Kombi-Innenrosettensatz

In weiteren Ausführungen rund, eckig, mit und ohne Zierring in allen Oberflächen erhältlich.

Kombi-Innenrosettensätze bestehen immer aus einer Drücker- und Schlüsselrosette mit Unterkonstruktion und Schrauben für den Türstärkenbereich 38 - 50 mm.

3

Griffstück

Mit fast allen Griffen aus dem Griffwerk-Sortiment kombinierbar.



Griffstücke


Ein Look. Für die ganze Wohnung.

Wer sich für etwas Besonderes entscheidet, möchte dann auch keine Kompromisse eingehen müssen. Mit unserem Sortiment können Sie Ihren ganzen Wohnraum druchgängig mit Griffen in Ihrer Wunschfarbe bestücken.

Holztür

Freigestelltes Produktbild im idealen Blickwinkel fotografiert zeigt die GRIFFWERK Rosettengarnitur AVUS in der Ausführung Buntbart - Kaschmirgrau - Schraubtechnik

Glastür

Glasschiebetür

Freigestelltes Produktbild im idealen Blickwinkel fotografiert zeigt die GRIFFWERK Griffstange LUCIA GST in der Ausführung für Glas - Kaschmirgrau - Klebetechnik SENSA

Fenster


Neue Wohnlichkeit

WARME FARBEN UND NATÜRLICHE MATERIALIEN

Hallo Hygge! Cosiness, Natürlichkeit und geschmackssichere Zurückhaltung bestimmen die Interiour-Trends. Zuhause soll ein Ort der Geborgenheit sein – egal, was da draußen in der Welt passiert. Umso gemütlich richten wir uns ein. Warme Töne und Materialien behaupten sich verstärkt gegen das großflächige Weiß der vergangenen Jahre. Unsere Griffe mit der samtweichen Edelstahl-Optik von soft2touch passen perfekt dazu. Und komplettieren in drei Farben die angesagten Interiour-Looks.

soft2touch: Edler Look und samtweiche Haptik ‒ eine Oberfläche zum Anschauen und Anfassen.

Für eine angenehme Haptik beim Greifen ist die Oberfläche mindestens so wichtig, wie die Form selbst. soft2touch kombiniert ein seidig mattes Edelstahl-Schliffbild mit einer samtig weichen Haptik. Besonders in der Farbe Kaschmirgrau sind Griffe im Edelstahl-Look mit soft2touch ein täglicher Luxus – für Augen, Hände und jede Zimmertüre.

Schutzbeschlag-Kombination in Kaschmirgrau

Freigestelltes Produktbild im idealen Blickwinkel fotografiert zeigt die GRIFFWERK Kombi-Schutzbeschlag TITANO SB_882 in der Ausführung Zylinderabdeckung  / Ausf. links/rechts, Norm 72mm - Edelstahl matt - Schild/Drücker

Wohnen wie im Loft

Große Fenster, hohe Decken, authentische Baumaterialien und viel, viel Platz, das macht das Wohnen im Loft-Stil so attraktiv. Was als kostengünstige Alternative entstand, avancierte längst zur Luxusklasse des Wohnens. Der Bestand an geeigneten Werkgebäuden ist schließlich limitiert und jedes Gebäude absolut einzigartig. Um den Flair des Loft-Livings nach Hause zu holen, muss man nicht unbedingt eine Fabrikhalle renovieren. Mit stilechten Bauelementen lassen sich entsprechende Akzente setzen. Beschläge und Türen sind zentrale Gestaltungselemente.

Freigestelltes Produktbild im idealen Blickwinkel fotografiert zeigt die GRIFFWERK Kombi-Schutzbeschlag TITANO SB_880 in der Ausführung Zylinderabdeckung  / Ausf. links/rechts, Norm 72mm - Edelstahl matt - Schild/Drücker

Worauf muss im Außenbereich geachtet werden?

Selbstverständlich spielt die Lage der Wohnung und auch das Umfeld um Fenster und Türen eine Rolle. Alle Bereiche rund ums Haus, die Deckung bieten, sind besonders heikel. Dazu zählen Gartenrückseiten, Kellerabgänge (!), Nebentüren an Garagen oder Eingänge mit angrenzendem dichtem Bewuchs, der Dieben schnellen Rückzug ermöglicht. Je mehr Deckung es gibt, desto ungestörte können Täter vorgehen. Es gilt also die Regel: Je gefährdeter die Lage, desto mehr sollte gesichert werden. Darüber hinaus wünschen sich Einbrecher einen ungestörten Fluchtweg. Wenig genutzte Wege entlang der Gartenrückseiten sind aus Sicht von Kriminellen optimal. Sie können bereits für das Ausspionieren geeigneter Objekte genutzt werden. Vermeiden Sie also dichte Böschung, sorgen Sie für gute Beleuchtung und installieren Sie gegebenenfalls Bewegungsmelder. Noch ein Tipp: Tatsächlich hat eine Studie gezeigt, dass Hundewarnschilder Diebe abschrecken. Dabei geht es weniger um die Angst vor dem Biss als um den Lärm, den der Vierbeiner verursachen könnte.

Wie kann man sich in der Nachbarschaft vor Einbrüchen schützen?

Eine gute und aufmerksame Nachbarschaft ist viel wert. Sprechen Sie sich also mit Nachbarn ab, falls sie planen, für längere Zeit abwesend zu sein. Achten Sie auf seltsamen Besucher im Wohngebiet. Wenige Tage vor einem geplanten Einbruch durchstreift zumeist ein Spähtrupp die Gegend. Die Komplizen suchen nach geeigneten Objekten und versuchen möglichst viel in Erfahrung zu bringen, beispielsweise wann ein Bewohner zu Hause ist, ob ein Hund im Haus lebt, wie viele Menschen dort wohnen und wie die Eingänge gesichert sind. Bisweilen werden Häuser sogar mit sogenannten Gaunerzinken in Form von Kreidemarkierungen gekennzeichnet. Um herauszufinden, ob ein Haus aktuell bewohnt ist, werden Tesastreifen unauffällig an der Eingangs- oder Gartentür angebracht. So lässt sich erkennen, ob diese geöffnet wurde. Manchmal wird auch eine Paketnotiz zurückgelassen oder eine Kleinigkeit verändert, wie beispielsweise die Fußmatte verschoben. Achten Sie auf solche Anzeichen und informieren Sie in diesem Fall die Polizei.

Wie sieht ein typischer Einbrecher aus?

Statistisch sind Einbrecher eher jung, also zwischen 20 und 30 Jahre alt, und männlich. Auch zur Nationalität gibt es etwas zu sagen: Nach dem Report des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft von 2016 sind über die Hälfte der Tatverdächtigen deutscher Herkunft, typische Klischees werden also nicht erfüllt. Wer ein filmreife, schwarze Bekleidung erwartet, liegt ebenfalls falsch. Kriminelle versuchen, möglichst unauffällig auszusehen. Helle, bunte Kleidung mit auffälligen Merkmalen wird zwar vermieden und dunkle Kleidung verleiht in der Nacht mehr Tarnung, aber eine typische Bekleidung lässt sich per se nicht beschreiben. Je normaler der Kriminelle wirkt, desto erfolgreicher kann er sein Vorhaben umsetzen. Große Taschen sind ebenfalls kein Indiz: Ein Schraubenzieher ist einfach versteckt, Schmuck, Kreditkarten und Geld passen in eine Jackentasche. Aussagekräftiger ist das Verhalten und inwieweit die Anwesenheit einer Person vom Üblichen abweicht und nicht erklärbar ist. Auch interessant: Nach obigem Report stammen erstaunlicherweise mehr als 40 % der Einbrecher aus dem direkten Umfeld der Opfer.

Was wird am häufigsten aus Wohnungen gestohlen?

Bargeld wird natürlich immer gesucht und entwendet. Schmuck und Uhren sind jedoch die Nummer 1 in der Hitliste des beliebtesten Diebesgutes. Daneben werden elektronische Kleingeräte mitgenommen wie Handys, Tablets oder auch Fotoapparate. Ein Breitbild-Fernseher ist zwar verlockend, aber schwerer zu transportieren; er wird daher schon mal verschont.

Wann wird am häufigsten eingebrochen?

Man würde vermuten, dass Einbrecher nachts und in den Ferien am aktivsten sind. Das trifft jedoch nur für 15 % der Einbrüche zu. Laut Studien ist zum Jahresende zwischen Oktober bis Dezember Hochsaison für Einbrecher. Falls nachts eingebrochen wird, dann am wahrscheinlichsten in den Morgenstunden zwischen 2 und 4 Uhr. Zu dieser Zeit wird angenommen, dass Bewohner und Nachbarn tief schlafen. Viel wahrscheinlicher aber ist ein Einbruch am helllichten Tag zwischen 10 und 18 Uhr. Das trifft laut Studien sogar für mehr als die Hälfte aller Einbrüche  zu. Keinesfalls werden nur Einfamilienhäuser heimgesucht: Am Vormittag zwischen 10 und 13 Uhr stehen Wohnungen im Mehrfamilienhaus im Fokus der Kriminellen. Ebenfalls erschreckend: Bei rund 13 % der Einbrüche einer Studie befanden sich die Bewohner im Haus. An Sonntagen ist ein Einbruch statistisch betrachtet am unwahrscheinlichsten, an Donnerstagen und Freitagen wahrscheinlicher.

Welchen Einbruchschutz braucht man im Altbau?

Alte Fenster und Türen sind eine Einladung für jeden Einbrecher. Veraltete Türen müssen entweder als ganze Baugruppe, also inklusive der Zargen getauscht oder bestmöglich nachgerüstet werden. Am einfachsten ist es, zumindest den Haustürbeschlag zu wechseln. Türen können dann zwar immer noch gewaltsam geöffnet werden, beispielsweise durch massives Eintreten, das verursacht aber Lärm und die zerstörte Tür ist deutlich sichtbar. Diebe bevorzugen unauffälligere Methoden. Was für Türen gilt, ist auch für Fenster zu beachten. Wenn der Fenstertausch nicht möglich ist, sollten zumindest einbruchhemmende Beschläge gewählt werden. Auch Fenstergitter leisten gute Dienste. Sie müssen fachgerecht eingebaut werden und sind besonders für schwer einsehbare Kellerfenster immer anzuraten. Wer Rollläden schließt, ist ebenfalls besser geschützt. Außerdem kann man Eingänge beleuchten oder mit elektronischen Sicherungsmaßnahmen ausstatten, zum Beispiel mit Kameras, Bewegungsmeldern oder Alarmanlagen.

Welche Normen gelten für einbruchsichere Wohnungstüren?

Die Europäische Norm DIN EN 1627 definiert die Widerstandsfähigkeit von einbruchsicheren Bauelementen wie Türen. Sie gilt seit September 2011 und ersetzt die bisherige Vornorm DIN V ENV 1627. Damit Einbruchschutz effektiv ist sollten alle Komponenten aufeinander abgestimmt werden. Anbei eine Tabelle zur Korrelation der DIN EN 1627 und der DIN 18257.

FAQ

Was ist der beste Einbruchschutz?

Wer sich und sein Hab und Gut vor Einbrechern schützen möchte, steht vor einer schwierigen Wahl: Welche Maßnahmen sind sinnvoll und wie viel Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden? Eines vorweg: Grundsätzlich geht es in punkto Einbruchschutz immer um sogenannte einbruchhemmende Maßnahmen. Sie dienen dazu, die Widerstandszeit zu verlängern, also die Zeit, die das Material standhält, bis der Einbrecher es in den Raum geschafft hat. Dadurch steigt das Entdeckungsrisiko erheblich und Kriminelle werden wirksam abgeschreckt. Da Diebe in der Regel über schlecht gesicherte Fenster und Türen in den Wohnraum gelangen, ist es sinnvoll, diese mit Schutzbeschlägen so auszustatten, dass der Einstieg entscheidend erschwert wird. Dabei macht ein Rundum-Konzept von Haustürbeschlag über Schutz der Fenster Sinn, denn jede Schwachstelle ist eine Einladung, die vom Einbrecher genutzt werden kann.

In welche Häuser und Wohnungen wird am meisten eingebrochen?

Alleinstehende Einfamilienhäuser machen mit knapp 30 % einen kleineren Anteil aus. Besonders gefährdet sind dagegen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (67%), vor allem die im Erdgeschoss. Hier ist es besonders wichtig, Fenster und Türen einbruchhemmend auszustatten. Warum Mehrfamilienhäuser bevorzugt werden kann nur vermutet werden: Je mehr Wohnungen, desto anonymer ist das Verhältnis der Mieter zueinander und so lässt es sich als Dieb leichter vorgehen. Daher bilden kommunikationsintensive Zweifamilienhäuser mit 5,8 Prozent das Schlusslicht in dieser Statistik. Langfinger würden hier schnell auffallen. Übrigens sind statistisch betrachtet die oberen Geschosse in Mehrfamilienhäusern besonders beliebte Einbruchziele. Kriminelle können sich als Vertreter oder Service-Leister tarnen und so Zugang zum Treppenhaus verschaffen. In den oberen Stockwerken kommen kaum noch Nachbarn vorbei. Es lässt sich ungestört zu Werke gehen.

Was kann man tun, um einen Einbruch zu vermeiden?

Fenster und Türen einbruchhemmend auszustatten, ist ratsam, aber auch das Überdenken der täglichen Gewohnheiten dient der Prävention: Lassen Sie auch in heißen Sommernächten Fenster und Terrassentüren nicht offen stehen und schließen Sie nachts grundsätzlich alle Rollläden. Fenster sollten sich nicht unbeaufsichtigt in Kippstellung befinden und Türen beim Verlassen der Wohnung nicht nur zugezogen, sondern auch abgeschlossen werden. Das ist schon aus Versicherungsgründen ratsam, denn ein Einbruch gilt erst dann als nachgewiesen, wenn Spuren gewaltsamen Eindringens sichtbar sind. Ist dies nicht der Fall, kann vermutet werden, dass sich die Bewohner fahrlässig verhalten haben. Die Versicherung muss dann nicht für die Schäden aufkommen. Ebenerdige Terrassen- und Balkontüren bilden eine große Schwachstelle. Aber auch Balkone, die beispielsweise über ein angrenzendes Garagendach erreichbar sind, werden von Dieben gern genutzt.

Worauf muss im Außenbereich geachtet werden?

Selbstverständlich spielt die Lage der Wohnung und auch das Umfeld um Fenster und Türen eine Rolle. Alle Bereiche rund ums Haus, die Deckung bieten, sind besonders heikel. Dazu zählen Gartenrückseiten, Kellerabgänge (!), Nebentüren an Garagen oder Eingänge mit angrenzendem dichtem Bewuchs, der Dieben schnellen Rückzug ermöglicht. Je mehr Deckung es gibt, desto ungestörte können Täter vorgehen. Es gilt also die Regel: Je gefährdeter die Lage, desto mehr sollte gesichert werden. Darüber hinaus wünschen sich Einbrecher einen ungestörten Fluchtweg. Wenig genutzte Wege entlang der Gartenrückseiten sind aus Sicht von Kriminellen optimal. Sie können bereits für das Ausspionieren geeigneter Objekte genutzt werden. Vermeiden Sie also dichte Böschung, sorgen Sie für gute Beleuchtung und installieren Sie gegebenenfalls Bewegungsmelder. Noch ein Tipp: Tatsächlich hat eine Studie gezeigt, dass Hundewarnschilder Diebe abschrecken. Dabei geht es weniger um die Angst vor dem Biss als um den Lärm, den der Vierbeiner verursachen könnte.

Wie kann man sich in der Nachbarschaft vor Einbrüchen schützen?

Eine gute und aufmerksame Nachbarschaft ist viel wert. Sprechen Sie sich also mit Nachbarn ab, falls sie planen, für längere Zeit abwesend zu sein. Achten Sie auf seltsamen Besucher im Wohngebiet. Wenige Tage vor einem geplanten Einbruch durchstreift zumeist ein Spähtrupp die Gegend. Die Komplizen suchen nach geeigneten Objekten und versuchen möglichst viel in Erfahrung zu bringen, beispielsweise wann ein Bewohner zu Hause ist, ob ein Hund im Haus lebt, wie viele Menschen dort wohnen und wie die Eingänge gesichert sind. Bisweilen werden Häuser sogar mit sogenannten Gaunerzinken in Form von Kreidemarkierungen gekennzeichnet. Um herauszufinden, ob ein Haus aktuell bewohnt ist, werden Tesastreifen unauffällig an der Eingangs- oder Gartentür angebracht. So lässt sich erkennen, ob diese geöffnet wurde. Manchmal wird auch eine Paketnotiz zurückgelassen oder eine Kleinigkeit verändert, wie beispielsweise die Fußmatte verschoben. Achten Sie auf solche Anzeichen und informieren Sie in diesem Fall die Polizei.

Wie sieht ein typischer Einbrecher aus?

Statistisch sind Einbrecher eher jung, also zwischen 20 und 30 Jahre alt, und männlich. Auch zur Nationalität gibt es etwas zu sagen: Nach dem Report des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft von 2016 sind über die Hälfte der Tatverdächtigen deutscher Herkunft, typische Klischees werden also nicht erfüllt. Wer ein filmreife, schwarze Bekleidung erwartet, liegt ebenfalls falsch. Kriminelle versuchen, möglichst unauffällig auszusehen. Helle, bunte Kleidung mit auffälligen Merkmalen wird zwar vermieden und dunkle Kleidung verleiht in der Nacht mehr Tarnung, aber eine typische Bekleidung lässt sich per se nicht beschreiben. Je normaler der Kriminelle wirkt, desto erfolgreicher kann er sein Vorhaben umsetzen. Große Taschen sind ebenfalls kein Indiz: Ein Schraubenzieher ist einfach versteckt, Schmuck, Kreditkarten und Geld passen in eine Jackentasche. Aussagekräftiger ist das Verhalten und inwieweit die Anwesenheit einer Person vom Üblichen abweicht und nicht erklärbar ist. Auch interessant: Nach obigem Report stammen erstaunlicherweise mehr als 40 % der Einbrecher aus dem direkten Umfeld der Opfer.

Was wird am häufigsten aus Wohnungen gestohlen?

Bargeld wird natürlich immer gesucht und entwendet. Schmuck und Uhren sind jedoch die Nummer 1 in der Hitliste des beliebtesten Diebesgutes. Daneben werden elektronische Kleingeräte mitgenommen wie Handys, Tablets oder auch Fotoapparate. Ein Breitbild-Fernseher ist zwar verlockend, aber schwerer zu transportieren; er wird daher schon mal verschont.

Wann wird am häufigsten eingebrochen?

Man würde vermuten, dass Einbrecher nachts und in den Ferien am aktivsten sind. Das trifft jedoch nur für 15 % der Einbrüche zu. Laut Studien ist zum Jahresende zwischen Oktober bis Dezember Hochsaison für Einbrecher. Falls nachts eingebrochen wird, dann am wahrscheinlichsten in den Morgenstunden zwischen 2 und 4 Uhr. Zu dieser Zeit wird angenommen, dass Bewohner und Nachbarn tief schlafen. Viel wahrscheinlicher aber ist ein Einbruch am helllichten Tag zwischen 10 und 18 Uhr. Das trifft laut Studien sogar für mehr als die Hälfte aller Einbrüche  zu. Keinesfalls werden nur Einfamilienhäuser heimgesucht: Am Vormittag zwischen 10 und 13 Uhr stehen Wohnungen im Mehrfamilienhaus im Fokus der Kriminellen. Ebenfalls erschreckend: Bei rund 13 % der Einbrüche einer Studie befanden sich die Bewohner im Haus. An Sonntagen ist ein Einbruch statistisch betrachtet am unwahrscheinlichsten, an Donnerstagen und Freitagen wahrscheinlicher.

Welche Schutzklasse wird für private Wohnungen empfohlen?

Ein Schutzklasse bezieht sich immer auf die Widerstandsdauer des Materials gegen einen Einbruchversuch. Für private Wohnungen bei normalem bis erhöhtem Risiko wird der Schutz durch Türen und Fenster der Klassen RC 1 - 3 für ausreichend gehalten. RC 3 entspricht im Wesentlichen der WK 3. Ab den höheren Klassen können auch erfahrene Täter abgewehrt werden, die mit schweren Werkzeugen wie einer Schlagaxt oder einer Bohrmaschine den Fenstern oder Türen zu Leibe rücken. Gelegenheitstäter nutzen jedoch eher einfache Werkzeuge, die sich unauffällig verstecken lassen wie Schraubendreher, Zangen oder Keile.

Welchen Einbruchschutz braucht man im Altbau?

Alte Fenster und Türen sind eine Einladung für jeden Einbrecher. Veraltete Türen müssen entweder als ganze Baugruppe, also inklusive der Zargen getauscht oder bestmöglich nachgerüstet werden. Am einfachsten ist es, zumindest den Haustürbeschlag zu wechseln. Türen können dann zwar immer noch gewaltsam geöffnet werden, beispielsweise durch massives Eintreten, das verursacht aber Lärm und die zerstörte Tür ist deutlich sichtbar. Diebe bevorzugen unauffälligere Methoden. Was für Türen gilt, ist auch für Fenster zu beachten. Wenn der Fenstertausch nicht möglich ist, sollten zumindest einbruchhemmende Beschläge gewählt werden. Auch Fenstergitter leisten gute Dienste. Sie müssen fachgerecht eingebaut werden und sind besonders für schwer einsehbare Kellerfenster immer anzuraten. Wer Rollläden schließt, ist ebenfalls besser geschützt. Außerdem kann man Eingänge beleuchten oder mit elektronischen Sicherungsmaßnahmen ausstatten, zum Beispiel mit Kameras, Bewegungsmeldern oder Alarmanlagen.

Welche Normen gelten für einbruchsichere Wohnungstüren?

Die Europäische Norm DIN EN 1627 definiert die Widerstandsfähigkeit von einbruchsicheren Bauelementen wie Türen. Sie gilt seit September 2011 und ersetzt die bisherige Vornorm DIN V ENV 1627. Damit Einbruchschutz effektiv ist sollten alle Komponenten aufeinander abgestimmt werden. Anbei eine Tabelle zur Korrelation der DIN EN 1627 und der DIN 18257.