Alles über Türklinken

Sie können die Optik und den Einrichtungsstil maßgeblich verändern: Türklinken. Welche Arten es gibt und aus welchem Material sie sind – ein Überblick.

Was sind Türklinken?

Um Türen öffnen und schließen zu können, braucht jede Tür eine passende Klinke. Türklinken gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Materialien. Neben der passenden Optik gibt es auch andere Aspekte, die vor dem Kauf zu beachten sind. Korrosionsbeständigkeit, Qualität, Verarbeitung, und die dementsprechende DIN-Norm bestimmen die Lebensdauer der Türklinke.

Welche Türklinken-Arten gibt es?

Rosetten-Türklinken

Türklinken mit Rosetten bestehen aus zwei Teilen: der Türklinke und der Abdeckung bzw. Umrandung des Türschlosses, das sich Rosette nennt. Es gibt sie in eckiger oder runder Ausführung.

Schild-Türklinken

Schild-Türklinken bestehen aus einem Teil. Das heißt, dass die Türklinke und das Schlüsselloch durch das Schild verbunden sind. Schild-Türklinken gibt es in kurzer oder langer Ausführung.

Wechsel-Türklinken-Garnitur

Diese Art der Türklinken-Garnitur besteht aus zwei unterschiedlichen Türklinken. Auf einer Seite, meist Innen, ist eine klassische Türklinke zum Drücken montiert. Auf der Außenseite befindet sich ein unbeweglicher Türknauf. Ein Wechsel der Türklinken-Arten – daher der Name.

Türklinken-Halbgarnitur

Die Lösung für Türen, die zwei Räume mit unterschiedlichem Einrichtungsstil verbinden. Türen mit Halbgarnitur-Türklinken können auf der Innen- und Außenseite komplett andere Türklinken-Designs vorweisen. Verspielter Landhaus-Stil auf der einen Seite und moderne Designer-Einrichtungen auf der anderen Seite lassen sich somit wunderbar mit dem passenden Design der Türklinken abrunden.

Ulmer-Türklinken

Eine besondere Türklinken-Konstruktion: Die Ulmer Türklinke ist eine mathematisch designte Türklinke aus sich verkleinernden Ellipsen. Die Ulmer Klinke weist keinen Knick in der Linienführung auf: Sie ist zu einem Bogen geformt. Konzipiert wurde sie in den 50er-Jahren von dem ehemaligen Bauhausschüler Max Bill. Zusammen mit dem Studenten Ernst Moeckel entwickelte er die besagte Türklinke.

Aus welchen Materialien sind Türklinken?

Eisen, Messing, Edelstahl oder Alu – Türklinken sind aus den unterschiedlichsten Materialien. Eine günstige, allerdings etwas weniger langlebige Variante: Kunststoff-Türklinken.

Türklinken aus Edelstahl

Edelstahl-Türklinken sind dank ihrer Nickel-Stahl-Legierung besonders stabil und widerstandfähig. Je glatter die Oberfläche der Edelstahl-Türklinken sind, desto korrosionsbeständiger sind sie. Wichtig: Regelmäßiges Nachpolieren mit Edelstahlreiniger.

Türklinken aus Aluminium

Matt oder glänzend: Türklinken aus Aluminium sind wegen der eloxierten Schutzschicht ebenso korrosionsbeständig und deshalb robust und pflegeleicht.

Türklinken aus Messing

Messing-Türklinken sind ohne die richtige Pflege korrosionsanfälliger als Klinken aus anderen Metallen. Um ein Nachdunkeln zu verhindern: Die Türklinken regelmäßig mit speziellen Messingreinigern nachpolieren.

Türklinken aus Kunststoff

Kostengünstige Türklinken in sämtlichen Farben: Kunststoff-Türklinken sind in der Regel aus Polyamid hergestellt, welches in den unterschiedlichsten Farben hergestellt werden kann. Sie lassen sich leicht reinigen und laden sich nicht statisch auf. Nachteil: Durch UV-Strahlen können sie porös werden, ausbleichen und weniger langlebig sein.

Die Norm für Türklinken: DIN EN 1906

Die DIN-Norm EN 1906 gibt in unterschiedlichen Kategorien Anhaltspunkte dafür, wie langlebig, einbruchssicher, feuerbeständig und korrosionsbeständig Türklinken sind: Von Kategorien von 1 (sehr gering) bis 5 (sehr hoch) zeigen sie an, wie ausgeprägt die verschiedenen Eigenschaften der jeweiligen Türklinken ausfallen.